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A

Abkürzungen und Bedeutungen

Abkürzung Bedeutung
(+) Goodyear Elektro Drive für Elektrofahrzeuge
* für BMW Modelle
*MO BMW / Mercedes Benz
*MOE BMW / Mercedes Benz Runflat
3-f-Mak. 3-fach-Markierung, Reifen mit drei Grössen gekennzeichnet
3PMSF 3 Peak Mountain Snow Flake – Schneeflockensymbol
A Audi-Modelle
ABE Allgemeine Betriebserlaubnis
AO Audi
AO1 Audi
AR Alfa Romeo Modelle
Ausl. Auslauf Modell
B Gürtelreifen mit Diagonalkarkasse (Motorrad)
BasePen Elektrostatische Erdung
BSS Black Sidewall Size (Schwarze Seitenwand)
BSW Schwarze Seitenwand
C Commercial, Leicht-LKW-Reifen
C.Kenn. C-Kennung (verstärkte Reifen)
CCC/INMETRO     Geräuschoptimiert
CP Reifen für Wohnmobile
DA Optisch ausgemusterter Reifen
DEM Demontage
DKZ Doppelkennzeichnung (z. B. 195R14 → 2 Grössen)
DOT Herstellungszeitraum (Department of Transport)
Driveguard Runflat Bridgestone
DSST Runflat Dunlop
E/ECE ECE-Prüfkennzeichen (Einhalten europäischer Normen)
e13 Reifen nach EG-Regelung genehmigt
E4 Reifen nach ECE-Regelung genehmigt
EA Erstausrüstung (OE)
EAN European Article Number (Hersteller-Code)
EMT Runflat Goodyear
F Ford-Modelle / Fiat
FP Flat Protected (Schutzleiste)
FR Felgenrippe
FS Fuel Safer
FSL Felgenschutzleiste
G Opel-Modelle
G1 Michelin: Achsweise montieren
H/DDunlop Harley-Davidson
HKMCHyundai-Kia Motors
HMCOE-Reifen für Hyundai
HSNHersteller-Schlüsselnummer
i.V.In Vorbereitung
JJaguar-Modelle
JLBJointless Band (nahtloses Nylonband)
LILoad Index – Tragfähigkeitsindex
LRLand Rover Modelle
LRRLow Rolling Resistance (Dunlop, rollwiderstandsoptimiert)
LTLight Truck
LTSLotus-Modelle
M+SMatsch und Schnee
M/CMotor Cycle
M3BMW M3
MFSMit Felgenschutz
MGTMaserati-Modelle
MLMit Leiste
MOMercedes Modelle
MO-SMercedes V-Klasse
MO1Mercedes Benz
MOEPannenlaufreifen Mercedes
MOTMaserati
MSTMultiple Service Tyre (breitere Lauffläche)
MWWWeisswand Mittel
N0–N5Porsche-Modelle
NHSNot for Highway Service
NWSNarrow White Stripe
OEOriginal Equipment (Erstausrüstung)
OWLOutline White Letters (weisse Konturschrift)
PPassenger Car (PKW)
P-KennungPassenger Car (USA / Australien)
PSP-BetaGeräuschmindernde Lamellen
RRunderneuert
RBL / RB / BLRaised Black Letter (erhabene schwarze Schrift)
RDKS / TPMSReifendruckkontrollsystem
RegroovableNachschneidbar (LKW-Reifen)
reinf.Reinforced (verstärkte Version)
RFRunflat
RFTRunflat Bridgestone
RFZPRunflat Pirelli
RIM ProtectorFelgenschutz
ROAudi Quattro
RO1Audi Quattro
ROFRunOnFlat Goodyear
RPBRim Protection Bar (Felgenschutz)
RWLRaised White Letters
SSound – verminderte Lärmemission
S1Peugeot Modelle
SetReifen inkl. Schlauch
SFISide Facing Inwards (Innen bei asymmetrischen Reifen)
SFOSide Facing Outwards (Aussen bei asymmetrischen Reifen)
SISpeed Index – Geschwindigkeitsindex
SipedMit Lamellenprofil
SlicksProfilloser Rennreifen
SSRSelf Supporting Runflat (Continental)
SSTNotlaufeigenschaft / verstärkte Seitenwand
StuddableBespikebar
SUVSport Utility Vehicle
SWSingle White – schmale weisse Seitenwand
TDDenloc-Sicherheitssystem
TLSchlauchlos
TOTesla
TTSchlauchtyp
TWITread Wear Indicator – Profilabnutzungsanzeiger
UHPUltra High Performance Reifen
ULWUltra-Leicht-Bauweise (VW/Audi)
VmaxHochgeschwindigkeitsvariante (Tuning)
VOLVolvo
WLTWeisse Buchstaben
WSSWhite Sidewall Size
WWWeisse Seitenwand
WWWWeisswand breit
XLExtra Load (verstärkte Tragfähigkeit)
ZPMichelin Notlauf-Reifen
~Volvo

Abrollgeräusch

Das Abrollgeräusch beschreibt, wie laut ein Reifen während der Fahrt ist. Ein niedriger Wert bedeutet mehr Fahrkomfort und weniger Lärmbelastung für die Umwelt. Das EU Reifenlabel gibt das Abrollgeräusch in Dezibel an. Besonders leise Reifen sind in der Stadt und auf Langstrecken von Vorteil.

Abrollumfang

Der Abrollumfang bezeichnet die Strecke, die ein Reifen bei einer vollständigen Umdrehung zurücklegt. Er hängt von der Reifenbreite, dem Querschnittsverhältnis und dem Felgendurchmesser ab.

Warum ist der Abrollumfang wichtig?

  • Er beeinflusst die Tachoanzeige: Ist der Abrollumfang zu gross, zeigt der Tacho weniger an, als tatsächlich gefahren wird.
  • Bei Änderungen von Felgen- oder Reifengrössen muss der Abrollumfang in einem gesetzlich vorgegebenen Toleranzbereich bleiben, damit Fahrzeugzulassung und Sicherheit gewährleistet sind.
  • Für die Zulassung in der Schweiz (MFK) und bei Felgen- oder Reifeneintragungen ist der korrekte Abrollumfang zwingend.

Toleranzbereich

  • In der Regel sind ±2 % bis 3 % Abweichung vom Originalabrollumfang erlaubt
  • Alles darüber hinaus benötigt eine spezielle Genehmigung oder wird nicht zugelassen

Berechnung

Der Abrollumfang kann mit speziellen Tabellen, Online-Rechnern oder direkt aus der Reifendimension berechnet werden:

  • Beispiel: 225/45 R17 → Abrollumfang ca. 1.986 mm

Fazit: Der Abrollumfang ist entscheidend für Tacho, Sicherheit und Zulassung. Beim Wechsel auf andere Dimensionen sollte er immer geprüft werden.

All Terrain Reifen (AT)

All Terrain Reifen – oft AT genannt – sind eine Mischung aus Strassenreifen und Offroadreifen. Sie sind für Geländewagen, Pickups und SUVs entwickelt, die sowohl auf Asphalt als auch im Gelände gefahren werden.

All Season Reifen

All Season Reifen, auch Ganzjahresreifen genannt, kombinieren die Eigenschaften von Sommerreifen und Winterreifen in einem Produkt. Sie sind für Autofahrer gedacht, die das ganze Jahr über mit einem einzigen Reifensatz unterwegs sein möchten und keinen saisonalen Reifenwechsel machen wollen.

All Wheel Drive (AWD)

All Wheel Drive bedeutet Allradantrieb. Fahrzeuge mit Allradantrieb verteilen die Motorleistung auf alle vier Räder. Dadurch verbessern sie die Traktion auf nasser Strasse, im Schnee und im Gelände.

Aquaplaning

Aquaplaning entsteht, wenn Wasser nicht mehr schnell genug aus dem Reifenprofil verdrängt wird und der Reifen auf der Wasseroberfläche aufschwimmt. Dadurch verliert das Fahrzeug den Bodenkontakt und lässt sich kaum mehr steuern oder bremsen. Entscheidend sind ausreichende Profiltiefe, richtig gewählter Reifendruck und eine angepasste Geschwindigkeit bei Regen.

Asymmetrische Reifen

Asymmetrische Reifen besitzen ein spezielles Profil, das sich aus zwei unterschiedlichen Zonen zusammensetzt: einer Aussenseite und einer Innenseite. Diese Konstruktion sorgt für eine optimale Kombination aus Fahrstabilität, Sicherheit bei Nässe und Komfort.

Auslaufmodell

Ein Auslaufmodell ist ein Reifen, der vom Hersteller nicht mehr neu produziert wird. Meistens handelt es sich um ältere Reifenprofile, die durch Nachfolgemodelle mit moderner Technologie ersetzt werden.

B

Bremsweg

Der Bremsweg ist die Distanz, die ein Fahrzeug vom Einleiten der Bremsung bis zum Stillstand benötigt. Reifenqualität hat hier einen grossen Einfluss.

Einflussfaktoren:

  • Reifenprofil und Profiltiefe
  • Gummimischung (Sommer-, Winter-, Ganzjahresreifen)
  • Reifendruck
  • Geschwindigkeit und Strassenbelag

C

CrossClimate

CrossClimate ist eine Produktreihe von Michelin und steht stellvertretend für Ganzjahresreifen. Diese Reifen sind so entwickelt, dass sie sowohl im Sommer als auch im Winter gefahren werden können. Sie sparen den Reifenwechsel, sind jedoch meist ein Kompromiss im Vergleich zu reinen Sommer- oder Winterreifen.

C Reifen

C-Reifen sind speziell für Transporter, Lieferwagen und leichte Nutzfahrzeuge entwickelt.

  • Das „C“ steht für Commercial
  • Verstärkte Karkasse und höhere Tragfähigkeit
  • Ausgelegt auf schwere Lasten und Dauerbelastung
  • Beispiel: 195/70 R15

CP-Reifen

CP-Reifen sind speziell für Wohnmobile entwickelt.

  • Kürzel „CP“ = Camping Pneus
  • Verstärkte Seitenwände → hohe Stabilität bei Standzeiten und Beladung
  • Angepasst an lange Fahrten mit hoher Last

D

Dimension

Die Reifendimension beschreibt die Breite, Höhe und Felgengrösse eines Reifens.

  • Beispiel: 225/45 R17
    • 225 = Reifenbreite in mm
    • 45 = Querschnittsverhältnis (Höhe in % der Breite)
    • R = Radialbauweise
    • 17 = Felgendurchmesser in Zoll

Doppelkennzeichnung

Die Doppelkennzeichnung bei Reifen bedeutet, dass ein Reifen für zwei unterschiedliche Geschwindigkeitsindizes oder zwei verschiedene Tragfähigkeiten freigegeben ist. Diese Kennzeichnung findet man oft bei SUVs, Transportern oder leistungsstarken Fahrzeugen.

Ein Beispiel wäre ein Reifen mit der Kennzeichnung 245 45 R19 102 Y (100 W).

  • Der erste Wert (102 Y) beschreibt die Standardfreigabe: Tragfähigkeitsindex 102 und Geschwindigkeitsindex Y (bis 300 km/h).
  • In Klammern steht eine zweite Freigabe (100 W), die besagt, dass der Reifen auch für Tragfähigkeitsindex 100 und Geschwindigkeitsindex W (bis 270 km/h) zugelassen ist.

Eigenschaften

  • Hersteller nutzen die Doppelkennzeichnung, um Reifen für mehrere Fahrzeugtypen freizugeben.
  • Oft in Kombination mit verstärkten Reifen (XL) oder speziellen Homologationen zu finden.

Vorteile

  • Mehr Flexibilität bei der Reifenwahl
  • Breitere Kompatibilität mit verschiedenen Fahrzeugen
  • Erleichtert die Zulassung bei Fahrzeugen mit unterschiedlichen Anforderungen

Nachteile

  • Kann für Laien verwirrend sein
  • Bei falscher Auswahl kann es Probleme mit der MFK oder der Herstellerfreigabe geben

DOT Nummer

Die DOT-Nummer ist auf der Reifenflanke eingeprägt und zeigt das Herstellungsdatum an.

  • Besteht aus 4 Ziffern, z. B. 2324 = 23. Kalenderwoche 2024
  • Wichtig beim Reifenkauf, da ältere Reifen zwar unbenutzt sein können, aber verhärten

Hinweis Schweiz: Reifen gelten bis zu 3 Jahren nach Herstellung als „neu“.

E

EAN – European Article Number

Die EAN-Nummer ist der Strichcode eines Reifens und dient zur eindeutigen Identifikation im Handel.

  • Hilfreich bei Bestellung und Logistik
  • Jeder Hersteller vergibt eigene EAN-Codes pro Dimension und Modell

ECE Prüfzeichen

Das ECE Prüfzeichen ist eine internationale Kennzeichnung, die bestätigt, dass ein Reifen den Vorschriften der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) entspricht. In der Schweiz und in der gesamten EU dürfen nur Reifen mit gültigem ECE Prüfzeichen verkauft und verwendet werden.

Kennzeichnung

  • Auf der Reifenflanke befindet sich ein Kreis mit dem Buchstaben E oder e und einer Zahl.
  • Die Zahl gibt das Land an, in dem die Genehmigung erteilt wurde (z. B. E1 = Deutschland, E4 = Niederlande).
  • Beispiel: E4 027550

EU Reifenlabel

Seit 2012 Pflicht in der EU. Es bewertet Reifen nach drei Kriterien:

  1. Rollwiderstand (Kraftstoffeffizienz)
  2. Nasshaftung (Bremsweg bei Regen)
  3. Geräuschemissionen (Aussengeräusch in Dezibel, 1–3 Schallwellen)

Extra Load Reifen (XL)

XL-Reifen haben eine verstärkte Karkasse und können bei höherem Luftdruck mehr Gewicht tragen.

  • Kennzeichnung „XL“ oder „Reinforced“ auf der Flanke
  • Geeignet für SUVs, Vans, Transporter und Fahrzeuge mit hoher Zuladung

Vorteile: Höhere Tragfähigkeit, mehr Stabilität, bessere Performance bei hoher Geschwindigkeit
Nachteile: Härteres Fahrgefühl, höherer Preis

F

Felgenrippe (FR) / Felgenschutzleiste (FSL)

Kennzeichnung für Reifen mit einer Schutzrippe am Übergang zur Felge, um diese vor Kratzern oder Beschädigungen zu bewahren

Fuel Saver (FS)

Reifen mit optimierter Gummimischung oder spezieller Bauweise für niedrigen Rollwiderstand.

  • Vorteil: geringerer Kraftstoffverbrauch und weniger CO₂-Ausstoss

G

Ganzjahresreifen

Ganzjahresreifen – auch All Season Reifen genannt – kombinieren Eigenschaften von Sommer- und Winterreifen.

  • Praktisch für Regionen mit mildem Klima
  • Kein saisonaler Reifenwechsel notwendig
  • Erkennbar am M+S-Symbol und oft zusätzlich am 3PMSF (Schneeflockensymbol)

Fazit: Ideal für Wenigfahrer und Städte mit milden Wintern. In schneereichen Regionen sind Winterreifen überlegen.

Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsindex gibt an, bis zu welcher maximalen Geschwindigkeit ein Reifen zugelassen ist. Er wird auf der Reifenflanke durch einen Buchstaben dargestellt, zum Beispiel H, V, W oder Y. Der Index ist gesetzlich vorgeschrieben und muss mindestens der Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechen.

Beispiel
Bei der Kennzeichnung 225 45 R17 91V steht das „V“ für einen maximal zulässigen Wert von 240 km/h.

Wichtige Hinweise

  • Der Index darf höher gewählt werden als vorgeschrieben, aber nicht niedriger
  • Bei Winterreifen ist in vielen Ländern ein niedrigerer Index erlaubt auch in der Schweiz.
  • Geschwindigkeitsindex und Tragfähigkeitsindex sind zusammen entscheidend für die Sicherheit

Tabelle gängiger Geschwindigkeitsindizes

Index Max. Geschwindigkeit
T 190 km/h
H 210 km/h
V 240 km/h
W 270 km/h
Y 300 km/h

Geländereifen

Geländereifen sind speziell für den Einsatz abseits befestigter Strassen entwickelt. Sie besitzen ein besonders grobes Profil mit grossen Profilblöcken und tiefen Rillen, das für maximale Traktion auf Schotter, Sand, Matsch und Schnee sorgt.

Eigenschaften

  • Sehr robust aufgebaute Karkasse, oft mit verstärkten Seitenwänden
  • Grobstolliges Profil für besseren Grip auf losem Untergrund
  • Höherer Geräuschpegel und Rollwiderstand auf Asphalt
  • Häufig als All Terrain (AT) oder Mud Terrain (MT) Version erhältlich

Vorteile

  • Optimale Traktion im Gelände
  • Hohe Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegen Steine oder scharfe Kanten
  • Geeignet für Abenteuer, Offroadtouren und landwirtschaftliche Einsätze

Nachteile

  • Auf normaler Strasse lauter und weniger komfortabel
  • Längere Bremswege auf Asphalt
  • Höherer Kraftstoffverbrauch durch grösseren Rollwiderstand

Fazit: Geländereifen sind die richtige Wahl für Fahrer, die regelmässig abseits befestigter Strassen unterwegs sind. Für den Alltagseinsatz auf Asphalt sind dagegen All Season oder reine Strassenreifen oft die bessere Wahl.

Geräuschemission

Die Geräuschemission beschreibt die Lautstärke eines Reifens nach aussen, gemessen in Dezibel (dB).

  • Bestandteil des EU-Reifenlabels
  • Symbolisiert mit 1–3 Schallwellen:
    • 1 Welle = leise
    • 3 Wellen = laut

Fazit: Je niedriger die Geräuschemission, desto angenehmer für Fahrer und Umwelt.

Gummimischung

Die Gummimischung ist die Materialzusammensetzung eines Reifens.

  • Sommerreifen: härtere Mischung → stabil bei Hitze
  • Winterreifen: weichere Mischung → elastisch bei Kälte
  • Ganzjahresreifen: Kompromiss zwischen beiden

Fazit: Die Gummimischung entscheidet über Grip, Bremsweg, Verschleiss und Kraftstoffverbrauch.

H

Homologation von Reifen

Die Homologation von Reifen ist ein offizieller Prüf- und Genehmigungsprozess. Dabei wird ein Reifen von Automobilherstellern und Behörden getestet, um sicherzustellen, dass er die erforderlichen Qualitäts- und Sicherheitsstandards erfüllt.

Ein homologierter Reifen ist somit speziell für bestimmte Fahrzeugmarken und Modelle freigegeben. Diese Freigabe stellt sicher, dass der Reifen optimal auf das Fahrwerk, die Bremsanlage und die Leistungsanforderungen des jeweiligen Fahrzeugs abgestimmt ist.

Vorteile für den Kunden

  • Maximale Sicherheit durch geprüfte Qualität
  • Optimale Fahreigenschaften, da der Reifen genau auf das Fahrzeug abgestimmt ist
  • Rechtssicherheit bei der Zulassung, da homologierte Reifen von Behörden anerkannt werden

Hochgeschwindigkeitsreifen

Reifen, die speziell für Sportwagen entwickelt werden. Sie bieten höchste Stabilität bei extremen Geschwindigkeiten, haben jedoch oft kürzere Laufleistungen.

I

Indikator TWI

Der TWI (Tread Wear Indicator) ist eine kleine Erhebung im Profil. Ist das Profil bis zu diesem Punkt abgefahren, ist die gesetzliche Mindestprofiltiefe erreicht. In der Schweiz gilt mindestens 1,6 mm, für Winterreifen werden 4 mm empfohlen.

J

K

Karkasse

Die Karkasse ist das Grundgerüst eines Reifens und besteht aus Gewebe- oder Stahlfäden. Sie beeinflusst die Stabilität und Flexibilität des Reifens.

Komfortreifen

Komfortreifen sind für Fahrer gedacht, die Wert auf leises Abrollen, Laufruhe und angenehmen Fahrkomfort legen. Sie sind oft weicher abgestimmt, bieten aber weniger sportliche Direktheit.

Kontaktfläche / Reifenaufstandsfläche

Die Kontaktfläche oder Reifenaufstandsfläche ist der Bereich des Reifens, der tatsächlich die Strasse berührt. Bei einem normalen PKW ist diese Fläche pro Reifen ungefähr so gross wie eine Postkarte. Trotz dieser kleinen Fläche wird das gesamte Fahrzeuggewicht übertragen – inklusive Beschleunigung, Bremskraft und Seitenführung.

L

Laufleistung

Die Laufleistung bezeichnet die Kilometeranzahl, die ein Reifen durchschnittlich zurücklegen kann, bevor er gewechselt werden muss. Sie ist ein wichtiges Kriterium für Wirtschaftlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Einflussfaktoren auf die Laufleistung

  • Reifenqualität: Premium-Reifen haben oft höhere Laufleistung als Billigreifen
  • Fahrstil: Sportliches Fahren (starkes Bremsen, schnelles Beschleunigen) reduziert die Lebensdauer
  • Reifendruck: Zu niedriger oder zu hoher Druck führt zu ungleichmässigem Abrieb
  • Fahrwerksgeometrie: Falsche Spur oder Sturz verursachen stärkeren Verschleiss auf einer Seite
  • Einsatzbedingungen: Autobahnfahrten = weniger Verschleiss, Stadtverkehr = mehr Stop-and-Go und schnellere Abnutzung

Durchschnittliche Werte

  • Sommerreifen: ca. 25.000–50.000 km
  • Winterreifen: ca. 20.000–40.000 km
  • Ganzjahresreifen: ca. 30.000–45.000 km
  • UHP- und Sportreifen: oft nur 15.000–25.000 km

Fazit: Die Laufleistung ist kein fixer Wert, sondern hängt stark von Fahrweise und Wartung ab. Wer Reifendruck regelmässig kontrolliert und Reifen rotiert, kann die Lebensdauer deutlich verlängern.

Lamellen

Lamellen sind kleine, feine Einschnitte in den Profilblöcken eines Reifens. Sie erzeugen zusätzliche Bisskanten und machen die Lauffläche flexibler. Dadurch können die Reifen die Strassenoberfläche besser greifen – besonders auf Schnee, Eis oder nasser Fahrbahn.

Lamellen sind ein zentrales Merkmal von Winterreifen. Sie sorgen für:

  • bessere Traktion bei Schnee und Glätte
  • kürzere Bremswege auf rutschigen Oberflächen
  • mehr Fahrstabilität unter schwierigen Wetterbedingungen

Je nach Reifentyp unterscheidet man verschiedene Lamellenformen, etwa gerade, wellenförmige oder 3D-Lamellen, die jeweils für unterschiedliche Fahrbedingungen optimiert sind.

Fazit: Ohne Lamellen hätten Winterreifen nicht ihre typischen Sicherheitseigenschaften. Sie sind entscheidend, um auch bei Eis und Schnee kontrolliert und sicher unterwegs zu sein.

Luftdruck

Der richtige Luftdruck ist entscheidend für Sicherheit, Komfort und die Lebensdauer eines Reifens.

  • Zu niedriger Luftdruck führt zu höherem Verschleiss, längerem Bremsweg, mehr Kraftstoffverbrauch und kann im Extremfall sogar zum Reifenplatzer führen.
  • Zu hoher Luftdruck verringert die Auflagefläche, reduziert den Grip und macht das Fahrverhalten unsicherer.

Der empfohlene Luftdruck steht im Fahrzeughandbuch oder auf einem Aufkleber an der Fahrertür bzw. im Tankdeckel. Wichtig ist, den Luftdruck regelmässig – mindestens einmal pro Monat – zu kontrollieren.

M

MS Kennzeichnung

Die Abkürzung steht für Mud and Snow. Sie weist darauf hin, dass ein Reifen für Matsch und Schnee geeignet ist. In der Praxis gilt sie aber nur in Kombination mit dem Schneeflockensymbol als echtes Winterreifenmerkmal.

Mindestprofiltiefe

Die Mindestprofiltiefe gibt an, wie stark das Profil eines Reifens abgenutzt sein darf, bevor er ersetzt werden muss. In der Schweiz und in der EU liegt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe bei 1,6 Millimetern (Winter 4mm).

Für die Sicherheit empfiehlt es sich jedoch, die Reifen früher zu wechseln:

  • Sommerreifen: mindestens 3 mm
  • Winterreifen: mindestens 4 mm (wegen Schnee und Eis)

Reifen mit zu geringer Profiltiefe verlieren an Haftung, verlängern den Bremsweg und erhöhen die Gefahr von Aquaplaning erheblich.

Die Profiltiefe lässt sich mit einem speziellen Profiltiefenmesser oder einer einfachen Einfranken- bzw. Ein-Euro-Münze überprüfen. Auch die kleinen TWI Indikatoren (Tread Wear Indicator) im Profil zeigen an, wenn die gesetzliche Mindestgrenze erreicht ist.

Fazit: Wer seine Reifen rechtzeitig wechselt, fährt sicherer und vermeidet Probleme und Kostenübernahme bei einem Unfall.

MFK Schweiz

Die Motorfahrzeugkontrolle prüft Fahrzeuge auf Sicherheit und Strassentauglichkeit. Reifen und Felgen müssen entweder serienmässig oder mit Beiblatt zugelassen sein.

N

Nasshaftung

Die Nasshaftung beschreibt die Bremsleistung und den Grip eines Reifens bei Regen. Sie ist einer der wichtigsten Sicherheitsfaktoren und Bestandteil des EU Reifenlabels.

Negativer Sturz

Der Sturz beschreibt den Neigungswinkel der Räder im Verhältnis zur Senkrechten. Von negativem Sturz spricht man, wenn die Räder oben nach innen und unten nach aussen geneigt sind.

Eigenschaften

  • Wird oft im Motorsport und bei sportlichen Fahrzeugen verwendet
  • Sorgt für besseren Grip in Kurven, da die Reifenflanke in der Kurve optimal aufliegt
  • Verändert das Fahrverhalten deutlich

Vorteile

  • Mehr Seitenführungskraft und Stabilität in schnellen Kurven
  • Sportlicheres Handling
  • Bessere Kraftübertragung bei Kurvenfahrten

Nachteile

  • Ungleichmässiger Reifenverschleiss (stärkere Abnutzung an der Innenkante)
  • Kürzere Laufleistung der Reifen
  • Bei falscher Einstellung instabiles Fahrverhalten auf gerader Strecke

Fazit: Negativer Sturz verbessert die Performance, ist aber nur sinnvoll, wenn er zur Fahrweise und zum Einsatzzweck passt. Für Alltagsfahrzeuge sollte er im Rahmen der Herstellervorgaben bleiben, sonst drohen Probleme bei der MFK.

Notlaufreifen Runflat

Notlaufreifen besitzen verstärkte Seitenwände. Bei einem Druckverlust kann man noch etwa 80 km mit reduzierter Geschwindigkeit fahren. Sie erhöhen die Sicherheit, sind jedoch oft härter im Fahrkomfort.

O

Offroad Reifen

Offroad Reifen sind für Geländewagen und SUVs entwickelt. Sie besitzen ein grobes Profil, das mehr Traktion auf Schotter, Sand oder Schnee bietet.

Originalbereifung / Originalausstattung (OE)

Als Originalausstattung oder kurz OE Reifen bezeichnet man die Reifen, die ein Fahrzeughersteller ab Werk auf einem Neuwagen montiert. Diese Reifen sind speziell auf das jeweilige Modell abgestimmt und in Zusammenarbeit mit den Reifenherstellern entwickelt worden.

Eigenschaften

  • Perfekt angepasst an Fahrwerk, Bremsanlage und Motorleistung des Fahrzeugs
  • Häufig mit einer speziellen Kennzeichnung auf der Reifenflanke versehen (z. B. „MO“ für Mercedes, „AO“ für Audi, „*“ für BMW, „N“ für Porsche)
  • Durchlaufen einen umfangreichen Homologationsprozess, bevor sie freigegeben werden

P

Profiltiefe

Die Profiltiefe gibt an, wie tief die Rillen im Reifen sind. Sie ist entscheidend für die Wasserverdrängung, die Haftung und den Bremsweg.

Gesetzliche Vorgaben

  • Schweiz & EU: mindestens 1,6 mm (Winter 4mm)
  • Unterhalb dieser Grenze ist der Reifen nicht mehr zugelassen → keine MFK, keine Versicherung im Schadenfall

Empfohlene Mindestwerte für Sicherheit

  • Sommerreifen: mindestens 3 mm
  • Winterreifen: mindestens 4 mm (bessere Traktion auf Schnee und Eis)

Gefahren bei zu geringer Profiltiefe

  • Erhöhtes Risiko für Aquaplaning
  • Verlängerter Bremsweg auf nasser Strasse
  • Schlechtere Haftung in Kurven
  • Probleme bei der MFK-Abnahme

Messung der Profiltiefe

  • Mit einem Profiltiefenmesser (genau)
  • Mit einer Münze als schnelle Methode:
    • 1-Franken-Münze: Silberrand = 3 mm
    • 1-Euro-Münze: Goldrand = 3 mm
  • Kontrollpunkte im Reifen: TWI (Tread Wear Indicator) = kleine Stege im Profil, die zeigen, wann 1,6 mm erreicht sind

Fazit: Rechtzeitig Reifen wechseln bedeutet mehr Sicherheit, besseren Grip und weniger Risiko im Strassenverkehr.

Pneus

Pneus ist die in der Schweiz gebräuchliche Bezeichnung für Reifen.

Q

Querschnitt

Der Querschnitt bezeichnet das Verhältnis zwischen der Reifenhöhe (Flankenhöhe) und der Reifenbreite. Er wird in Prozent angegeben und ist Teil der Reifendimension.

Beispiel

  • Reifendimension: 225/45 R17
    • 225 = Breite des Reifens in mm
    • 45 = Querschnittsverhältnis → 45 % der Reifenbreite
    • R = Radialbauweise
    • 17 = Felgendurchmesser in Zoll
  • In diesem Beispiel beträgt die Flankenhöhe 45 % von 225 mm = 101 mm

R

Radialreifen

Radialreifen sind die heute gängigste Bauart von Reifen. Bei ihnen verlaufen die Karkassfäden (Tragfäden im Reifenunterbau) radial, also im rechten Winkel zur Fahrtrichtung – von einer Reifenwulst zur anderen. Über der Karkasse liegt zusätzlich ein Gürtel aus Stahl- oder Textilcord, der die Lauffläche stabilisiert.

Eigenschaften

  • Kennzeichnung „R“ in der Dimension (z. B. 225 45 R17)
  • Flexible Seitenwände für mehr Komfort
  • Sehr stabile Lauffläche durch Stahlgürtel
  • Geringerer Rollwiderstand im Vergleich zu älteren Bauarten

Reifentest

Ein Reifentest ist eine umfassende Prüfung, bei der Reifen unter realistischen Bedingungen getestet und bewertet werden. Ziel ist es, die Stärken und Schwächen eines Reifens transparent darzustellen und Kunden bei der Kaufentscheidung zu helfen.

Typische Testkriterien

  • Bremsweg auf trockener und nasser Fahrbahn
  • Aquaplaning-Verhalten (wie schnell verliert der Reifen den Kontakt zur Strasse)
  • Fahrstabilität und Handling bei verschiedenen Geschwindigkeiten
  • Verschleiss und Laufleistung (wie viele Kilometer der Reifen hält)
  • Rollwiderstand / Kraftstoffverbrauch (Effizienz)
  • Geräuschemissionen innen und aussen
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Bekannte Tester

  • ADAC (Deutschland)
  • TCS (Touring Club Schweiz)
  • ÖAMTC (Österreich)
  • Automagazine wie AutoBild, Auto Motor und Sport

Reifenrotation

Reifenrotation bedeutet, die Reifen am Fahrzeug in regelmässigen Abständen zwischen Vorder- und Hinterachse (und teilweise auch diagonal) zu tauschen. Ziel ist es, den Reifenverschleiss gleichmässiger zu verteilen und die Lebensdauer der Reifen zu verlängern.

Warum ist Reifenrotation wichtig?

  • Vorderreifen nutzen sich durch Lenkung und Bremsen meist schneller ab
  • Hinterreifen sind oft gleichmässiger belastet, haben aber weniger Profilabrieb
  • Durch regelmässiges Tauschen wird das Profil gleichmässig abgefahren
  • Mehr Sicherheit, da alle Reifen ähnliche Haftung und Bremsleistung bieten

Empfohlene Intervalle

  • Alle 8.000 bis 10.000 Kilometer oder mindestens einmal pro Saison
  • Besonders wichtig bei Allradfahrzeugen, da ungleichmässig abgefahrene Reifen Schäden am Antrieb verursachen können

Fazit: Wer regelmässig Reifenrotation durchführt, spart Geld, erhöht die Sicherheit und verlängert die Lebensdauer der Reifen.

Reifenabnutzung

Die Reifenabnutzung beschreibt den Verschleiss des Reifenprofils im Laufe der Nutzung. Jeder gefahrene Kilometer, jede Bremsung und jede Kurvenfahrt tragen dazu bei, dass die Profiltiefe mit der Zeit abnimmt.

Ursachen für Reifenabnutzung

  • Fahrstil: Starkes Beschleunigen, abruptes Bremsen und schnelles Kurvenfahren erhöhen den Verschleiss
  • Reifendruck: Zu niedriger oder zu hoher Luftdruck führt zu ungleichmässigem Abrieb
  • Fahrwerksgeometrie: Falsche Spur oder Sturz verursachen ungleichmässige Abnutzung (innen oder aussen stärker abgefahren)
  • Reifenrotation: Ausbleibender Tausch zwischen Vorder- und Hinterachse kann zu unterschiedlichem Profilverschleiss führen
  • Beladung: Häufige Überladung beansprucht die Reifen zusätzlich

Folgen von zu starker Abnutzung

  • Verlängerter Bremsweg
  • Erhöhtes Risiko für Aquaplaning
  • Schlechtere Traktion auf nasser oder rutschiger Strasse
  • Probleme bei der MFK und Verlust der Zulassung

Fazit: Regelmässige Kontrolle der Profiltiefe und des Reifenbildes ist entscheidend. Wer rechtzeitig wechselt und auf korrekten Reifendruck achtet, fährt sicherer und spart langfristig Geld.

RunFlat Technologie

Die RunFlat Technologie bezeichnet Reifen, die auch bei einem kompletten Luftverlust weitergefahren werden können. Möglich machen das verstärkte Seitenwände und spezielle Konstruktionsmerkmale, die das Gewicht des Fahrzeugs auch ohne Luftdruck tragen.

Eigenschaften

  • Weiterfahrt nach einer Reifenpanne bis zu ca. 80 km mit reduzierter Geschwindigkeit (meist max. 80 km/h)
  • Kein sofortiges Anhalten an gefährlichen Orten notwendig
  • Häufig mit der Markierung „RFT“ oder „RunFlat“ auf der Reifenflanke versehen

Vorteile

  • Hohe Sicherheit, da auch bei plötzlichem Druckverlust die Kontrolle über das Fahrzeug erhalten bleibt
  • Kein Ersatzrad notwendig → Platz- und Gewichtseinsparung
  • Praktisch für lange Fahrten oder Regionen mit schlechter Infrastruktur

Nachteile

  • Härteres Fahrgefühl, da die Seitenwände steifer sind
  • In der Regel teurer als Standardreifen
  • Muss immer in Verbindung mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) gefahren werden, da der Fahrer den Luftverlust sonst nicht bemerkt

Rollwiderstand

Ein niedriger Rollwiderstand reduziert den Kraftstoffverbrauch und die CO₂ Emissionen. Energiesparreifen sind dafür optimiert, wobei sie oft einen Kompromiss beim Grip eingehen.

Reifendruck

Der Reifendruck ist der Luftdruck im Reifeninneren, gemessen in bar. Moderne Fahrzeuge sind mit einem Reifendruckkontrollsystem (RDKS) ausgestattet, das Abweichungen sofort meldet. Der richtige Reifendruck sorgt für:

  • optimales Fahrverhalten
  • kürzeren Bremsweg
  • geringeren Kraftstoffverbrauch
  • gleichmässigen Reifenverschleiss

Der empfohlene Reifendruck steht im Fahrzeughandbuch oder auf einem Aufkleber an der Fahrertür bzw. im Tankdeckel. Wichtig ist, den Luftdruck regelmässig – mindestens einmal pro Monat – zu kontrollieren.

Reifendruckkontrollsystem RDKS

Das Reifendruckkontrollsystem überwacht permanent den Luftdruck. In der Schweiz und EU ist es für Neuwagen seit 2014 Pflicht. Es gibt direkte Systeme mit Sensoren im Reifen und indirekte über ABS Signale.

Richtungsgebundene Reifen

Richtungsgebundene Reifen – auch Richtungsreifen genannt – besitzen ein spezielles V-förmiges oder pfeilförmiges Profil. Dieses ist so entwickelt, dass es in eine bestimmte Laufrichtung montiert werden muss, die auf der Reifenflanke mit einem Pfeil („Rotation“) markiert ist.

S

Sommerreifen

Sommerreifen sind Reifen, die speziell für warme Temperaturen entwickelt wurden. Sie bestehen aus einer Gummimischung, die auch bei Hitze stabil bleibt, und verfügen über ein Profil, das auf trockenen und nassen Strassen für maximalen Grip sorgt.

Eigenschaften

  • Optimale Fahreigenschaften bei Temperaturen über +7 °C
  • Härtere Gummimischung als Winter- oder Ganzjahresreifen
  • Weniger Lamellen, dafür breite Profilrillen zur Wasserableitung
  • Kürzere Bremswege auf trockener und nasser Fahrbahn

Vorteile

  • Höhere Fahrstabilität bei sommerlichen Temperaturen
  • Präzises Lenkverhalten und kürzere Bremswege
  • Geringerer Rollwiderstand → weniger Kraftstoffverbrauch
  • Längere Lebensdauer als Winterreifen bei warmem Klima

Nachteile

  • Bei Temperaturen unter +7 °C verlieren Sommerreifen an Elastizität und Haftung
  • Nicht geeignet für Schnee, Eis oder extreme Kälte
  • In der Schweiz sind sie zwar erlaubt, aber bei winterlichen Strassenverhältnissen nicht sicher

Fazit: Sommerreifen sind die beste Wahl für den Einsatz in der warmen Jahreszeit. Wer im Winter unterwegs ist, sollte spätestens ab Herbst auf Winterreifen wechseln, um die Sicherheit nicht zu gefährden.

Spikes

Spikes sind kleine Metallstifte, die in die Lauffläche von Winterreifen eingearbeitet werden. Sie ragen leicht aus dem Profil heraus und sorgen für zusätzlichen Grip auf Eis und festgefahrenem Schnee.

Eigenschaften

  • Vor allem in Regionen mit extremen Winterbedingungen verbreitet
  • Bieten deutlich mehr Traktion auf vereisten Strassen als normale Winterreifen
  • Erkennbar an den silbernen Metallstiften, die aus der Reifenoberfläche herausstehen

Vorteile

  • Maximale Sicherheit auf Eis und festgefahrenem Schnee
  • Kürzere Bremswege und bessere Traktion bei extremen Bedingungen
  • Besonders geeignet für Gebirgsregionen oder nordische Länder

Nachteile

  • Auf trockener oder nasser Strasse längerer Bremsweg und höherer Verschleiss
  • Mehr Fahrgeräusch und geringerer Fahrkomfort
  • Schädigen den Strassenbelag

Rechtslage in der Schweiz

  • Spikesreifen sind erlaubt, jedoch mit Einschränkungen
  • Maximalgeschwindigkeit: 80 km/h auf Autobahnen, 50 km/h innerorts (Signalisation beachten)
  • Nur in der Zeit vom 1. November bis 30. April erlaubt
  • Müssen mit einem „Spikes“-Aufkleber am Heck des Fahrzeugs gekennzeichnet sein

Spur

Die Spur beschreibt die Stellung der Räder eines Fahrzeugs in Bezug auf die Fahrtrichtung, betrachtet von oben. Sie gibt an, ob die Vorderräder nach innen oder nach aussen geneigt sind. Man unterscheidet zwischen Vorspur und Nachspur.

Arten der Spur

  • Vorspur: Die Vorderräder zeigen leicht zueinander. Das verbessert die Fahrstabilität auf gerader Strecke.
  • Nachspur: Die Vorderräder stehen leicht voneinander weg. Das kann bei bestimmten Fahrwerken für agileres Einlenken sorgen.

Warum ist die Spur wichtig?

  • Eine korrekt eingestellte Spur sorgt für geradeauslaufendes, stabiles Fahren
  • Verhindert ungleichmässigen Reifenverschleiss
  • Verbessert die Lenkpräzision und Sicherheit

Anzeichen für falsche Spureinstellung

  • Das Fahrzeug zieht beim Fahren zur Seite
  • Lenkrad steht schief, obwohl man geradeaus fährt
  • Ungleichmässiger oder schneller Reifenabrieb

Fazit: Eine korrekt eingestellte Spur ist entscheidend für die Fahrsicherheit und die Lebensdauer der Reifen. Bei Auffälligkeiten sollte eine Achsvermessung durchgeführt werden.

Symmetrische Reifen

Symmetrische Reifen haben ein durchgehend gleich aufgebautes Profil über die gesamte Lauffläche. Das bedeutet, dass die rechte und linke Seite des Profils identisch sind. Diese Reifenart ist technisch unkompliziert, günstig in der Herstellung und vor allem bei kleineren Fahrzeugen weit verbreitet.

Eigenschaften

  • Profilblöcke sind spiegelgleich angeordnet
  • Montage ist beliebig möglich, da es keine Innen- oder Aussenseite gibt
  • Häufig bei Kleinwagen, Kompaktwagen oder Anhängern eingesetzt

T

Tragfähigkeitsindex

Der Tragfähigkeitsindex – auch Load Index genannt – gibt an, wie viel Gewicht ein Reifen bei einem bestimmten Luftdruck maximal tragen darf. Er ist als Zahl auf der Reifenflanke angegeben und steht direkt hinter der Reifendimension, z. B. 225/45 R17 91V. In diesem Beispiel bedeutet die Zahl 91, dass der Reifen pro Stück bis zu 615 kg tragen darf.

Eigenschaften

  • Jeder Wert entspricht einer bestimmten maximalen Traglast (z. B. 91 = 615 kg, 95 = 690 kg)
  • Entscheidend für Sicherheit, Stabilität und Zulassung des Fahrzeugs
  • Muss immer den Anforderungen des Fahrzeugherstellers entsprechen

Vorteile einer korrekten Tragfähigkeit

  • Verhindert Überlastung des Reifens
  • Sicheres Fahrverhalten auch bei voller Beladung oder Anhängerbetrieb
  • Längere Lebensdauer und geringeres Risiko von Reifenschäden

Nachteile bei falschem Tragfähigkeitsindex

  • Ein zu niedriger Index führt zu Überlastung, erhöhter Erwärmung und Gefahr eines Reifenplatzers
  • Ein zu hoher Index ist zwar erlaubt, kann aber zu härterem Fahrkomfort führen

Fazit: Der Tragfähigkeitsindex ist ein Pflichtwert bei der Reifenwahl. Nur korrekt gewählte Reifen gewährleisten Fahrsicherheit und bestehen die Kontrolle bei der MFK.

Häufige Tragfähigkeitsindizes (Auszug)

Index Tragfähigkeit pro Reifen
88 560 kg
91 615 kg
94 670 kg
97 730 kg
100 800 kg

Traktion

Traktion bezeichnet die Kraftübertragung zwischen Reifen und Strasse. Sie beschreibt, wie gut ein Reifen die Antriebsleistung auf den Untergrund überträgt. Ohne ausreichende Traktion können Fahrzeuge nicht effizient beschleunigen, bremsen oder Kurven fahren.

Einflussfaktoren

  • Reifenprofil: Tiefe Rillen und Lamellen sorgen für besseren Grip auf Schnee, Eis oder Nässe
  • Gummimischung: Weiche Mischungen bieten mehr Haftung, härtere Mischungen halten länger
  • Reifendruck: Falscher Luftdruck verringert die Kontaktfläche und verschlechtert die Traktion
  • Fahrbahnzustand: Nasse, vereiste oder verschmutzte Strassen reduzieren die Traktion

Vorteile guter Traktion

  • Sicheres Anfahren auch bei Nässe oder am Berg
  • Kürzere Bremswege
  • Mehr Stabilität in Kurven

Nachteile bei schlechter Traktion

  • Durchdrehende Räder beim Anfahren
  • Längere Bremswege
  • Erhöhte Gefahr von Aquaplaning oder Schleudern

Fazit: Traktion ist einer der wichtigsten Faktoren für die Fahrsicherheit. Moderne Reifenprofile und Reifentechnologien sind genau darauf ausgelegt, die bestmögliche Traktion unter verschiedenen Bedingungen zu gewährleisten.

TWI Tread Wear Indicator

Englischer Begriff für den Profilabnutzungsanzeiger, oft synonym zum Indikator.

U

Ultra High Performance Reifen

UHP Reifen sind für sportliche Autos konzipiert. Sie bieten maximale Haftung, kürzere Bremswege und ein präzises Lenkverhalten, sind jedoch weniger langlebig.

V

Ventil

Das Ventil sorgt für die Regulierung und den Halt des Luftdrucks. Es ist ein kleines, aber sehr wichtiges Bauteil. Bei jedem Reifenwechsel sollte das Ventil mitgetauscht werden.

Vulkanisation

Vulkanisation ist der Prozess, bei dem Gummi durch Schwefelbehandlung elastisch und stabil wird. Jeder moderne Reifen wird so hergestellt.

W

Winterreifen

Winterreifen besitzen eine spezielle Gummimischung, die auch bei Kälte elastisch bleibt. Ihr Lamellenprofil sorgt für mehr Haftung auf Schnee und Eis. In der Schweiz sind sie gesetzlich nicht vorgeschrieben, aber praktisch Pflicht für sicheres Fahren im Winter.

Wuchtgewichte

Wuchtgewichte werden an Felgen angebracht, um Unwuchten auszugleichen. Sie verhindern Vibrationen am Lenkrad und ungleichmässigen Reifenverschleiss.

X

Y

Z

Zoll

Zoll ist die Masseinheit für Felgendurchmesser. Beispiel: 18 Zoll entspricht rund 46 Zentimeter.